neu

Was heisst Dankeschön auf Bulgarisch? – Anregungen zur Herausforderung von ‘eCollaboration’ am Beispiel internationaler Forschungsprojekte
8.309
[02.05.13 , 06:03]

 

Mein erster EU-Projektantrag

Was für ein persönlicher Erfolg Ende Januar dieses Jahres. Mein erster (und in Anbetracht meiner vielen Verzweiflungstränen darin vielleicht auch letzter?) EU-Projektantrag war eingereicht. Ordnungsgemäss. Vollständig. Und pünktlich. Fürs Erste blieb nur noch abzuwarten, und mich bei den nationalen und internationalen Partnern zu bedanken, die mal mehr, mal weniger zuverlässig zur Fertigstellung des Antrags beigetragen hatten. Aber eine Dankesmail in Englisch? Rather boring. Dann vielleicht ein paar nette Sätze in Walliserdeutsch? – nun, wenn uns die übrigen Schweizer Eidgenossen schon nicht verstehen, wie sollten es dann Spanier, Italiener, Griechen oder Bulgaren? Ich entschied mich deshalb für ein Dankeschön in der jeweiligen Landessprache… eine Herausforderung. Und nicht die einzige – in einer Gruppe internationaler Forscher, die zu Beginn oft nicht viel mehr miteinander verbindet als eine Vision.

Die Herausforderung: Virtuelle Zusammenarbeit

Mitglieder (inter)nationaler Forschungsprojekte stehen vor der Aufgabe, innerhalb kurzer Zeit – oft innerhalb einiger Wochen – gemeinsame Projektziele zu formulieren und Wege zu definieren, diese Ziele zu erreichen – und zwar in einer Weise, welche den unterschiedlichen kulturellen Bedingungen und spezifischen Fachkenntnissen der Forschenden sowie den vielfältigen strategischen, inhaltlichen und strukturellen Bedürfnissen ihrer Institutionen Rechnung trägt.
Die Herausforderung für ein solches Team von Forschern, die aus verschiedenen Fachgebieten kommen, dabei unterschiedliche Sprachen sprechen und (zumindest potenziell) über die ganze Welt verteilt sind, heisst deshalb virtuelle Zusammenarbeit. Ein paar Mails in der jeweiligen Landessprache machen jedoch mit Nichten schon den Erfolg einer solchen Zusammenarbeit aus…

Tools sind nur die eine Seite…

Denn: eCollaboration ist kein Selbstläufer – erst recht nicht, wenn sich der zwischenmenschliche Kontakt unter den Forschern auf eMails, Dropbox oder Skype beschränkt bzw. beschränken muss. Zusammenarbeit unter der erschwerten Bedingung geografischer Distanz braucht mehr als die zur Verfügungstellung technischer Tools, wenn die Entwicklung einer gemeinsamen Projektidentiät der Weg und der geteilte Projektantrag das Ziel sein soll.
Tools ermöglichen zwar den sozialen Austausch über geografische und zeitliche Grenzen hinweg, sie ersetzen diesen aber nicht. Und damit ist eCollaboration vielmehr eine soziale denn technische Herausforderung: Forscher müssen bereit sein, nicht nur fachliche, sondern auch geografische Distanzen zu überwinden und für ihr Vorhaben positiv zu nutzen. Es gilt zusammenrücken – nicht nur räumlich, sondern auch als Team mit allen dazugehörigen mentalen, emotionalen und sozialen Aspekten.

Quelle: http://www.paperstonescissors.com/news/?p=284 (30.04.2012).

Die Core Message-to go

Was eine solche Zusammenarbeit in einem internationalen Forscherteam unter der Gegebenheit geografischer Distanz braucht, sind offene, vertrauensvolle und angstfreie Kommunikationsstrukturen. Und diese gibt es leider eben (noch) nicht auf Klick! Es braucht Bereitschaft und Zeit, einen Raum zu schaffen, in dem respektvoller Austausch möglich wird, und es braucht das Bewusstsein für einen solchen Raum als Voraussetzung erfolgreicher (internationaler) Projektarbeit.
Und ein Dankeschön in der jeweiligen Landessprache ist dabei ein erster kleiner Schritt in diese Richtung. :-)

Brig, 02.05.2013

 

[Kommunikation, neu]

Information supply as a major concern
18.263
[19.02.13 , 07:55]

Effective search and information access are basic needs of researchers.

The provisioning of this information was in the past nearly restricted to the libraries.  With the raising of new technologies a fundamental change has started and is evolving again.

Today we have many distributed resources and the number of them is increasing. An effective search, automatic combination, personalization – in the end a semantic search based on understanding of context and intent will improve information search considerably.

Googles Knowledge Graph will be based on relations between things and is probably just one step forward on the long way to better machine-human interaction. Especially for business use there exist already enterprise solutions, some are developed by companies themselves like Walmart or are under construction like quantinum. But to optimize search is not enough. 
Make information useful for research, make it available and sensible is the point.

That’s one of the goals of the new European project EEXCESS “Enhancing Europe’s eXchange in Cultural Educational and Scientific Resources”.  It demonstrates in what directions the future solutions will go: away from pull to push services, towards Open Educational Resources (OER) and using social media as valuable sources. That open access is one of the key components of comprehensive information supply emphasises also a study from 2011 “Access to Scientific Publications: The Scientist’s Perspective”.

With research the stock of knowledge increases, but only if researchers are not reluctant to put some effort in making their results useful and available – also outside of commercial journals, closed platforms or sources that are extensive to explore – it will be a precious contribution in the long run.

How information supply can be improved is a question that probably every university ask itself regularly. Görl, Puhl & Thaller (2011) have investgated institutional and interinstitutional measures and propose common technical infrastructures and joint provisioning as measures for a more effective and efficient information supply that can survive beside the global “information players” like Google.
 As mentioned in “Strategie zur Informationsversorgung und zum Einsatz von Informationstechnologie an der Universität Basel” (2012) , to hold up research and teaching on a competitive level a university needs an effective information supply using the instruments of a modern information and communication technology. To provide it will be an important task in the upcoming years.

[Allgemein, neu]